Tarifvertrag ig metall bayern sonderzahlung 2019

2017 verabschiedete die Regierung ein neues Gesetz zur Verringerung der Lohnungleichheit zwischen Den Geschlechtern, das es dem Einzelnen ermöglicht, Informationen über die Lohnkriterien in Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten anzufordern. Außerdem sind private Arbeitgeber (Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten) verpflichtet, Berichte über die Lohnstruktur und Lohngleichheit in ihrem Unternehmen zu erstellen. Die Wirksamkeit dieser Verordnung wird derzeit von der Bundesregierung bewertet. Erste Ergebnisse der WSI-Betriebsratsumfrage 2018 (Baumann et al., 2019) deuten auf nur geringe Auswirkungen des neuen Gesetzes hin. Der Index der sozialen Ausgrenzung ist in den letzten Jahren mit 1,8 im Jahr 2016 stabil geblieben und liegt unter dem EU-28-Durchschnitt von 2,1 (auf einer Skala von 1–5, wo ein niedrigerer Wert besser ist). Die wahrgenommenen Spannungen zwischen armen und reichen Menschen haben abgenommen. Im Jahr 2003 gaben 35 % der Befragten in Deutschland eine große Spannung an, 2016 waren es 29 % (EU28-Durchschnitt ebenfalls 29 %). Die wahrgenommenen Spannungen zwischen verschiedenen Rassen und ethnischen Gruppen haben jedoch erheblich zugenommen, insbesondere seit 2011. Im Jahr 2011 gaben 29 % der Befragten in Deutschland eine große Spannung dieser Art von an, aber 2016 war der Anteil auf 42 % gestiegen (ähnlich dem EU-28-Durchschnitt von 41 %). Dieser Anstieg der wahrgenommenen Spannungen zwischen verschiedenen Rassen und ethnischen Gruppen folgt einem Trend, der seit 2011 in vielen anderen europäischen Ländern beobachtet wurde. Darüber hinaus haben die wahrgenommenen Spannungen zwischen verschiedenen religiösen Gruppen zugenommen. Im Jahr 2011 gaben 28 % der Befragten in Deutschland eine große Spannung an, 2016 lag der entsprechende Anteil bei 45 % (über dem EU-Durchschnitt von 38 %). Eine allgemeine Herausforderung war der Rückgang der Mitgliederzahlen in Arbeitgeberorganisationen aufgrund von Schwierigkeiten bei der Organisation junger Einrichtungen, kleiner und mittlerer Unternehmen und Unternehmen in jungen Wirtschaftssektoren.

Daher haben sich die meisten branchenübergreifenden Arbeitgeberorganisationen dazu entschlossen, eine Mitgliedschaft ohne die verbindliche Verpflichtung zur Anwendung der branchenlichen Tarifverträge (die so genannte Mitgliedschaft ohne Tarifbindung, oT) anzubieten. Arbeitgeberorganisationen veröffentlichen in der Regel keine Aufschlüsselung der verschiedenen Arten von Mitgliedern. Eine Ausnahme bildet die Arbeitgeberorganisation der Metallbranche, Gesamtmetall, die berichtete, dass die Mitgliedsunternehmen mit oT-Mitgliedschaft 2016 die anderen Mitgliedstypen leicht übertrafen. Nach wochenlangen erbitterten Kämpfen ist endlich ein Tarifvertrag für die deutsche Metall- und Elektroindustrie zustande gekommen.

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